Rückenschmerzen

Rückenschmerzen treten heute so oft auf, dass man mittlerweile von einer Volkskrankheit sprechen kann.

In Deutschland haben etwa 70 Prozent mindestens einmal im Jahr Rückenschmerzen und bis zu 40 Prozent häufiger als einmal.
Rückenschmerzen sind bei Männern die häufigste, bei Frauen die zweithäufigste Ursache für Arbeitsausfälle.

Es gibt viele Bezeichnungen für Rückenschmerzen, oft geben sie einen Hinweis, woher der Schmerz kommt:
Dorsalgie, Lumbalgie/Lumbago (lat. lumbus = Lende), Hexenschuss , es im Kreuz haben, Ischias , Bandscheibenprobleme usw.

Ursachen
Es ist oft gar nicht so einfach, die Ursache für den Rückenschmerz ausfindig zu machen.
Zahlreiche Erkrankungen können sich nämlich hinter Rückenschmerzen verbergen. Neben organischen Ursachen wie Entzündungen oder Abnutzungen, können auch Fehlhaltungen, Fehlbelastungen, Vererbung, Übergewicht oder psychosomatische Ursachen Auslöser sein.

Eine genaue Abklärung ist deshalb unumgänglich, vor allem dann, wenn Rückenschmerzen immer wieder auftreten.
Grob unterscheidet man zwischen:
1. Akuten Rückenschmerzen: Sie kommen plötzlich und verschwinden nach ein paar Tagen von selbst. Sie dauern selten länger als sechs Wochen. Man nennt sie deshalb auch unkompliziert.
2. Chronische Rückenschmerzen: Länger als 6 Wochen andauernde Schmerzen.

Häufige Rueckenschmerzen
Wenn man sich die Wirbelsäule anschaut, dann sind die Lendenwirbel (unterer Rücken) am meisten betroffen, ca. 62 Prozent. Auf die Brustwirbelsäule entfallen etwa 2 Prozent der Beschwerden, auf die Halswirbelsäule 36 Prozent.

Einige häufige, bekannte Erkrankungen des unteren Rückens sind:
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Hexenschuss (Lumbago): Dies ist ein plötzlich auftretender heftiger Schmerz im Lendenbereich, der zur Bewegungsunfähigkeit führt. Ausgelöst wird er oft durch eine alltägliche Bewegung (Heben, Aufrichten usw.).
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Ischias (Lumboischialgie): Der Ischias-Nerv ist ein langer und dicker Nerv, der von der Lendenwirbelsäule bis zum Fuß reicht. Wird dieser Nerv im Bereich der Wirbelsäule gereizt, kann man dies z.B. als Kribbeln im Fuß empfinden.
- Bandscheibenvorfall: Durch Verlagerung oder Austritt der Gallertmasse aus dem Kern kann diese auf die Rückenmarksnerven drücken. Dadurch kann es zu heftigen Schmerzen kommen.

Therapie
Die Therapie richtet sich nach Ursache und Ausmaß der Beschwerden.

Leichte Rueckenschmerzen können durch Muskelverspannungen ausgelöst werden.
Hier können z.B. warme Bäder mit Kräuterzusätzen helfen oder Wärmepackungen (Fango), Wärmepflaster und mehr.
Wenn man aber nicht aufpasst, kann man leicht in einen Teufelskreis kommen: Um die Schmerzen zu verringern, verspannt sich die Muskulatur immer mehr und man verlagert das Gewicht. Dadurch wird nun die gesunde Seite auch belastet und beginnt mit der Zeit ebenfalls zu schmerzen.
Dann kann die Behandlung durchaus länger und komplizierter werden.

Vorbeugung
Ist man anfällig auf Rückenschmerzen, gleich welchen Ursprungs, spielt die Vorbeugung eine wichtige Rolle:
- Nicht schwer heben
- Aufrecht sitzen
- Sport treiben
- Sich viel bewegen im Alltag
sind nur ein paar Hinweise, worauf es ankommt. Wir werden noch darauf zurückkommen. Auf den weiteren Seiten finden Sie eine Vielzahl von Tipps und Übungen, wie Sie Rückenschmerzen vorbeugen oder lindern können.


Lesen Sie hier weiter:

- Zum Arzt bei Rueckenschmerzen
Zum Arzt bei Rueckenschmerzen sollten Sie gehen, wenn diese Warnsignale und Risikofaktoren hinzukommen.

- Rueckenschmerzen bei Schwangerschaft
Unter Rückenschmerzen bei Schwangerschaft leiden gegen Dreiviertel der Frauen. Lesen Sie hier, was Sie dagegen tun können.

- Hexenschuss
Hexenschuss, Lumbago usw. beschreiben alle das Gleiche: Plötzlich auftretende, sehr starke Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule.

- Ischias Ischias - Schmerzen im unteren Rueckenbereich, die ins Bein ausstrahlen koennen. Ursache, Symptome, Vorbeugung.




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