Rueckenschmerzen Therapie

Die Rueckenschmerzen Therapie richtet sich nach der Ursache der Beschwerden.
Da es sich bei der Mehrzahl der auftretenden Rückenschmerzen um ein vorübergehendes Ereignis handelt, kann auch eine einfache Therapie mit Schwerpunkt auf Symptombekämpfung gewählt werden. Darunter fallen beispielsweise Schmerzmittel, Massage, Krankengymnastik usw.

Allerdings sollte man immer wieder auftretende Rückenschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen, um die Ausbildung eines Schmerzgedächtnisses und eines chronischen Rückenleidens zu vermeiden.

Folgende Therapien kommen zur Anwendung:

Bewegung
Bei einfachen Rückenschmerzen sollten Sie sich unbedingt weiter bewegen. Legen Sie sich nicht länger als zwei Tage ins Bett. Nehmen Sie Ihre alltäglichen Aktivitäten möglichst schnell wieder auf.
Sie sollten sich nicht zu sehr schonen: Ihrem Zustand angepasstes leichtes Training (Schwimmen, Gehen, Nordic Walking, Radfahren etc.) stärkt den Rücken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, was für Sie am besten geeignet ist.
In akuten Schmerzsituationen ist es natürlich nicht immer einfach, in Bewegung zu bleiben. In diesem Fall können Sie auch ein Schmerzmittel einnehmen.

Schmerzmittel
Akute Schmerzzustände verleiten (verständlicherweise) dazu, sich zu lange zu schonen, bzw. sich möglichst wenig zu bewegen. Das ist jedoch genau das Falsche. Sie sollten sich möglichst schnell wieder bewegen, um die Muskulatur zu stärken.
Zu viel Ruhe und zuwenig Bewegung können die Chronifizierung des Rückenschmerzes fördern. Deshalb ist es manchmal sinnvoll, ein Schmerzmittel einzunehmen, um möglichst schnell wieder auf die Beine zu kommen. Dabei ist zu beachten, dass Schmerzmittel nur die Schmerzen dämpfen, aber die Ursache nicht bekämpfen. Außerdem sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, welche Medikamente für Sie in Frage kommen.
Folgende Schmerzmittel eignen sich:
- Paracetamol
- Acetylsalicylsäure
- Diclofenac
- Ibuprofen
Wie alle Medikamente haben auch diese Nebenwirkungen. Einige der Schmerzmittel können Magenbluten verursachen (schwarzer Stuhlgang). Wenden Sie sich dann an einen Arzt!
Es können auch Muskelrelaxantien (muskelentspannende Medikamente) eingesetzt werden.

Wärme und Kälte
Im Anfangsstadium empfinden viele Leute die Kälte als wohltuend.
Danach wird eher die Wärme bevorzugt. Die muskelentspannende Wirkung von Wärme ist auch wissenschaftlich belegt.
Die einfachste Methode: Ziehen Sie sich warm an (warme, winddichte Kleidung), auch wenn es nicht immer topmodisch ist.

Weitere Möglichkeiten:
a) Von außen zugeführte Wärme:
- warmes Bad
- Sauna
- feuchtheiße Wickel
- Fangopackung
- Rotlicht (Achtung: Verbrennungsgefahr!) usw.
b) durchblutungsfördernde Medikamente:
- Rheumasalbe
- Wärmepflaster

Beachten Sie auch hier mögliche Nebenwirkungen, wie allergische Hautreaktionen.

Chirotherapie/Einrenken
Die Chirotherapie (Manipulationsbehandlung, manuelle Therapie) kann mittels diverser Handgrifftechniken z.B. entstandene Einklemmungen wieder einrenken.
Die Chirotherapie wird in der Regel in den ersten sechs Wochen bei unkomplizierten Rückenschmerzen, die nicht in den Fuß oder die Zehen ausstrahlen, eingesetzt.
Die Behandlung darf nur von einem ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden.

Bettruhe
Bettruhe ist keine geeignete Behandlung. Spätestens nach zwei Tagen sollten Sie wieder aufstehen und sich ausreichend bewegen. Ein Schmerzmittel kann Ihnen dabei helfen. Zu viel Schonung schadet eher!

Massage
Massagen sind zwar sehr beliebt, aber die Wirksamkeit ist umstritten. Besser als eine passive Behandlung ist immer das eigene aktive Bewegungsprogramm.

Standardisierte Schulungsprogramme (Rückenschule)
In einer "Rückenschule" lernt man ...
a) Übungen zum Muskelaufbau im Bereich des Rückens
b) Wissenswertes über Aufbau und Funktion des Rückens
Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf alltägliche Belastungssituationen gelegt, wie z.B. schwere Lasten heben.
Die besten Ergebnisse erzielt man mit einem Intensivprogramm von drei bis fünf Wochen Dauer.

Krankengymnastik
In der Krankengymnastik ((Bewegungstherapie, Physiotherapie) geht es vor allem darum, falsche Bewegungsmuster zu reduzieren oder abzuwenden.
Übungen wie Strecken, Anspannen, Entspannen, rückenschonende Bewegungsabläufe usw. gehören zur Krankengymnastik.
Wichtig ist zu erkennen, dass diese Therapie, durchgeführt von einem Spezialisten, nur der erste Schritt in Richtung Besserung und Linderung ist. Ohne Eigeninitiative und tägliches aktives Wiederholen der erlernten Übungen zu Hause, werden Sie keine Schmerzlinderung erzielen!

Akupunktur
Akupunktur ist eine alte chinesische Behandlungsmethode aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).
Eine wissenschaftlich belegte Wirksamkeit gibt es bis dato nicht. Trotzdem können individuell Erfolge erzielt werden, weshalb diese nicht-medikamentöse Behandlung sicher einen Versuch wert ist.

Transkutane elektrische Nerven-Stimulation (TENS)
Die Behandlung von Muskelverspannungen durch Reizstrom wird transkutane elektrische Nerven-Stimulation (TENS) genannt. Mit Hilfe elektrischer Ströme versucht man, Muskelverspannungen zu lösen und die Beweglichkeit zu erhöhen.
Diese Methode kann vor allem bei chronischen Rückenschmerzen in Kombination mit anderen Therapieformen angewendet werden.

Psychotherapie
Stress und seelische Überforderung stehen oft in engem Zusammenhang mit Muskelverspannungen und daraus resultierenden Rückenschmerzen.
Bei der Verhaltenstherapie versucht man mit Hilfe von Gesprächen und verschiedenen Übungsformen bestimmte Muster und Gewohnheiten zu durchbrechen.
Die Verhaltenstherapie wird vor allem bei Patienten eingesetzt, die bereits andere Therapieformen erfolglos durchlaufen haben.

Operationen
Operative Einsätze bei Rückenschmerzen erfolgen nur in Ausnahmefällen, wie z.B. bei einem ernsthaften Bandscheibenschaden.




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