Rueckenschmerzen bei Schwangerschaft

Unter Rueckenschmerzen bei Schwangerschaft leiden gegen Dreiviertel der Frauen. Bis zu einem gewissen Grad ist dies ganz natürlich. Trotzdem können Sie viel dazu beitragen, Rückenbeschwerden vorzubeugen, bzw. zu lindern, wenn sie da sind.

Zwei Arten von Rückenschmerzen
1. Echte Rückenschmerzen: Diese Rückenschmerzen werden durch die gleichen Ursachen ausgelöst wie die Beschwerden von nicht Schwangeren. Überlastungen, Verletzungen, Fehlhaltungen können Gründe für Rückenweh sein. Oft bestehen diese bereits vor der Schwangerschaft.
Je länger der Tag dauert, desto schlimmer werden die Schmerzen durch Ermüdung der Muskeln und Überdehnung der Bänder.

2. Beckenschmerzen: Das ist der häufigste Typus und wird durch die Schwangerschaft ausgelöst. Ursache ist eine Symphysenlockerung. Die Schambeinfuge (Symphysis pubis) ist ein knorpeliges Gelenk, welches die beiden Hälften des Beckens verbindet. Diese Verbindung wird durch Bänder verstärkt.
Während der Schwangerschaft produziert der Körper das Hormon Relaxin, um diese Bänder zu lockern und dadurch dem Baby den Weg durch das Becken zu erleichtern.
Symptome sind Rückenschmerzen, Hüftschmerzen, Beckenschmerzen sowie sehr häufig Schmerzen im Schambereich und der Leistengegend. Diese Art von Schmerzen kann der Frauenarzt/die Frauenärztin diagnostizieren und er/sie wird Sie dann an einen Physiotherapeuten/in überweisen.
Diese Art von Rückenschmerzen muss anders als herkömmliche Rückenbeschwerden behandelt werden!

! Vorbeugen !

Die beste Vorbeugung ist, wenn Sie sich bereits fit halten, bevor Sie schwanger sind. Aber auch während der Schwangerschaft ist es nicht zu spät, mit dem Training (an Ihren Zustand angepasst natürlich) zu beginnen.
Empfohlene Sportarten für Herz und Kreislauf sind:
- Walking oder zügiges Gehen: DER Fitnesstipp für schwangere Frauen!
- Joggen/Laufen: So laufen, dass Sie sich noch mit Ihrem Jogging-Partner locker unterhalten können.
- Schwimmen: Trotz des zusätzlichen Gewichtes fühlen sich Schwangere leicht und beweglich im Wasser.

Für Kraft und Beweglichkeit empfohlen:
- Yoga, Stretching, Qi Gong, Tai Chi
- Krafttraining mit Gewichten: Trainieren Sie unter Anleitung im Fitnessstudio. Passen Sie Ihr Pensum Ihrem Zustand an: Weniger Gewichte, bestimmte Stellungen (z.B. Rückenlagen) vermeiden.
- Tanzen: Gehen Sie tanzen. Das trainiert auch Herz und Kreislauf.

! Sicheres Training: Tipps !

- Fangen Sie langsam an und überfordern Sie sich nicht mit den Übungen. Am besten besprechen Sie das Ganze mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.
- Achten Sie stets auf eine korrekte Körperhaltung.
- Vermeiden Sie Überhitzung: Kaufen Sie sich spezielle Sportkleidung, in der man nicht so schnell schwitzt oder ziehen Sie mehrere Kleidungsstücke übereinander an, die Sie bei Bedarf ausziehen können.
- Wärmen Sie sich vor dem Training auf.
- Nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel sollten Sie Übungen, bei denen Sie flach auf dem Rücken liegen, vermeiden. Legen Sie sich stattdessen auf die Seite.
- Wenn Sie Schmerzen verspüren oder sich unwohl fühlen: Hören Sie sofort mit dem Training auf.
- Bei der Schwangerschaft verändert sich der Schwerpunkt des Körpers. Vermeiden Sie deshalb rasche Stellungswechsel.
- Trinken Sie viel, nicht nur während des Trainings.
- Unter bestimmten Wetterbedingungen sollten Sie nicht trainieren (Überhitzungsgefahr!): An schwülen Tagen (feucht-heißes Wetter).
- Vermeiden Sie schweres Heben.

! Was kann ich gegen Rückenschmerzen tun? !

- Massage: Auf der Seite liegend kann Ihr Partner die Muskeln seitlich der Wirbelsäule und den unteren Rücken massieren.
- Nehmen Sie ein warmes Bad. Achtung: Nicht zu heiß (maximal 37 Grad) und nicht zu lange. Vorsicht beim Aufstehen!
- Ein Stützgürtel stützt Ihre Bauch- und Rückenmuskeln.
- Sie können auf der Seite mit einem keilförmigen Stützkissen unter dem Bauch schlafen.
- Machen Sie Kraft- und Haltungsübungen. Beachten Sie aber die Tipps oben!
- Aqua-Kurse helfen hervorragend gegen Rückenschmerzen.

Warnsignale
Sie sollten keinen Sport treiben bei folgenden Bedingungen (sprechen Sie mit Ihrem Arzt!):
- Hypertonie (Bluthochdruck)
- Frühzeitiges Platzen der Fruchtblase
- Zervixinsuffizienz (Gebärmutterhals-Schwäche)
- Frühwehen während der Schwangerschaft
- Intrauterine Wachstumshemmung (verzögertes Wachstum des Fötus in der Gebärmutter)
- Anhaltende Vaginalblutungen im zweiten und letzten Drittel der Schwangerschaft
- Herzkrankheiten

Bei folgenden Symptomen sollten Sie das Training beenden und den Arzt/die Ärztin kontaktieren:
- Schmerzen irgendwelcher Art, Atemnot, Schwindel- oder Ohnmachtsgefühle, vaginale Blutungen, Wehen, Probleme beim Gehen.




Zurück von "Rueckenschmerzen bei Schwangerschaft" zu "Rückenschmerzen"


Zurück von "Rueckenschmerzen bei Schwangerschaft" zu "Schmerzen weg"


Page copy protected against web site content infringement by Copyscape

Weg mit den Kopfschmerzen

Mittel gegen Kopfschmerzen