Gegen Kopfschmerzen: Unkonventionelle Behandlungsmethoden, die auch helfen
Gegen Kopfschmerzen gibt es viele sogenannte unkonventionelle oder alternative Behandlungsmethoden. Deren Wirksamkeit ist in der Regel nicht medizinisch-wissenschaftlich untersucht worden, was aber nicht zwingend heißt, dass sie nicht wirksam sind. Wissenschaftliche Therapieverfahren müssen ihre Wirksamkeit und Verträglichkeit in verschiedenen Verfahren unter Beweis stellen. Erst nach strenger Überprüfung werden dann Therapieformen freigegeben. Die Geschichte der Medizin beweist auch immer wieder, dass vorerst ungewöhnliche Methoden mit der Zeit durchaus standardisiert und etabliert wurden. Daran ist immer zu denken, bevor man nur wissenschaftsgläubig solchen unkonventionellen Behandlungsverfahren jegliche Wirksamkeit abspricht. Es gibt immer Menschen, die auf solche Behandlungsverfahren ansprechen. In diesem Sinne werden hier einige Methoden gegen Kopfschmerzen vorgestellt. Der erste Schritt sollte aber bestimmt der Gang zu einem Arzt sein. ► Kältetherapie Die Kälteanwendung ("Cryotherapie") ist ein altes Verfahren. Dabei legt man Eisbeutel, Kühlgels oder kalte Umschläge auf die Schläfen. Bei leichten Kopfschmerzen kann diese Methode durchaus einen lindernden Effekt haben. ► Chiropraktik Die Chiropraktik hat das Ziel, die normale Beweglichkeit der Gelenke − besonders an der Wirbelsäule − wiederherzustellen (Wikipedia). ► Akupunktur Akupunktur ist ein uraltes (4000 Jahre) chinesisches Verfahren. Die Studien zur Wirksamkeit von Akupunktur sind durchweg widersprüchlich. Das liegt vor allem daran, dass sog. doppelblindes Vorgehen nicht möglich ist. Die Migränehäufigkeit nimmt zu Beginn einer Akupunkturbehandlung oft ab. Allerdings gilt dies auch für Plazebobehandlungen. ► Nackenmassagen Durch Nackenmassagen soll die Nackenmuskulatur gelockert werden. Bei Migränepatienten können solche Massagen allerdings auch Auslöser von Migräneattacken sein. ► Akupressur Im Gegensatz zu Massagen können sich die Patienten hier mit dem Daumen oder Zeigefinger selber bestimmte Punkte (z.B. Schläfe) massieren oder drücken. ► Elektrostimulation Es gibt Verfahren, bei denen mittels Hautelektroden Nerven stimuliert werden. Es gibt zurzeit zwei Verfahren: - TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation) - PuTENS (punktuelle transkutane elektrische Nervenstimulation) Beide Verfahren werden zur Vorbeugung von Migräneattacken eingesetzt. Der Erfolg ist aber nicht bei allen Patienten gleich gut. ► Hypnose Bei der Hypnose versucht man, einen als Trance bezeichneten Zustand zu erreichen (geänderte Aufmerksamkeit und meist tiefe Entspannung). Ob sie bei Kopfschmerzen wirkt, ist nicht belegt. ► Neuraltherapie Durch gezielte Anwendung eines Lokalanästhetikums soll das vegetative Nervensystem beeinflusst werden. Ein Effekt für die Kopfschmerztherapie ist ungeklärt.
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